Dipl.-Theol. Ludger Hiepel M. A.

Vita

  • Promotion in den Fächern Altes Testament (laufend) und Altorientalische Philologie (abgeschlossen 2018 - Publikation in Vorbereitung), Universität Münster
  • Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Zeit- und Religionsgeschichte des Alten Testaments der Katholisch-Theologischen Fakultät, Universität Münster (seit 2020)
  • Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Dekanat der Katholisch-Theologischen Fakultät, Universität Münster (seit 2018-2020)
  • Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Exegese des Alten Testaments der Katholisch-Theologischen Fakultät, Universität Münster (2012-2019)
  • Master of Arts: Antike Kulturen des östlichen Mittelmeerraums (AKOEM), Universität Münster (2014)
  • Diplomstudium in Katholischer Theologie, Universität Münster (abgeschlossen 2012)

Interessen

  • Bildtheologische und exegetische Fragestellungen
  • Die Bibel in der Kunst und der Umgang der Kunst mit der Bibel
  • Antike Bild- und Raumkonzepte

Blickpunkt

Ikone: Mose vor dem brennenden Dornbusch (Anfang des 13. Jh.), Katharinenkloster auf dem Sinai, Ägypten.

Die Ikone zeigt auf der linken Bildhälfte einen Mann, der seine Schuhe gerade aus- oder anzieht; das lässt sich bei der Bildbetrachtung nicht entscheiden. In der rechten Bildhälfte ist ein Busch mit roten Flamen dargestellt. Die dargestellte Szene lässt sich mit der Berufung des Mose am brennenden Dornbusch, die im Buch Exodus beschrieben wird, identifizieren. Die Darstellung ist aber mehr als eine Illustration des biblischen Textes. Der Ikonenmaler füllt eine Leerstelle des biblischen Textes, denn in Exodus 3,5 erhält Mose den Auftrag „Komm nicht näher heran! Leg deine Schuhe ab; denn der Ort, auf dem du stehst, ist heiliger Boden.“, aber das Ablegen der Schuhe beschreibt der Text nicht. In der christlichen Kunst ist genau die Darstellung dieser in der Bibel nicht beschriebenen Handlung des Mose ein häufiges Motiv in Bildern zur Berufung des Mose geworden.

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